Für Bäckerei und Konditorei

Samstag um sieben, die Schlange steht bis zur Tür

Und dann läutet das Telefon wegen einer Torte für nächsten Sonntag. Zwanzig Personen, Schokolade, mit Schrift drauf. Bis das aufgeschrieben ist, sind drei Leute in der Schlange weitergegangen. Diese Bestellung gehört auf ein Formular, nicht ans Telefon.

Torten ohne Telefon · ab 890 € netto · Antwort in 24 Stunden

Kurz gesagt
  • Das Tortenformular fragt Anlass, Personenzahl, Geschmack, Schrift und Abholtag ab, mit Foto-Upload.
  • Feiertagsbestellungen bekommen ein eigenes Fenster mit Bestellschluss und fixem Abholtag.
  • Die Öffnungszeiten je Filiale stimmen auch am 26. Dezember, weil du sie in einer Minute änderst.

Bei der Semmel rechnet sich die Provision nie

Die Lieferdienste haben in der Gastronomie kräftig angezogen. Ein Bericht über den Protest Wiener Wirte nennt die Bandbreite. Foodora gibt selbst an, dass die Provision höchstens 30 Prozent beträgt, Lieferando spricht von durchschnittlich 13 Prozent je Bestellung, und die Kommissionen sind demnach innerhalb von fünf Jahren von 4 auf bis zu 35 Prozent gestiegen.

Rechne das auf deine Ware um. Bei einer Semmel um 70 Cent ist jede Provision eine Rechenaufgabe ohne Ergebnis. Bei einer Torte um 45 Euro sind 30 Prozent dreizehneinhalb Euro, und das ist mehr, als an der Torte übrig bleibt. Genau die Produkte, die sich zu liefern lohnen, sind die, bei denen die Provision am meisten wehtut.

Eine eigene Bestellseite kostet dich einmal Geld und danach nichts pro Stück. Die Torte, die du dort verkaufst, gehört ganz dir.

Die Branche wird kleiner, die Sichtbarkeit entscheidet

Die Zahlen der Wirtschaftskammer zeigen den Umbau deutlich. Im Dezember 2024 gab es in Österreich 965 Bäckereien mit Angestellten, 2011 waren es noch 1.332. Die Zahl der Beschäftigten blieb dabei fast gleich, 20.690 im Jahr 2011 und 20.802 im Jahr 2024. Der Durchschnittsbetrieb wuchs von 15,5 auf 21,6 Mitarbeiter.

Im Klartext heißt das, die kleinen Betriebe verschwinden und die großen übernehmen ihre Standorte. Die Ketten haben Werbebudget, Filialfinder und App. Was der handwerkliche Betrieb dagegensetzen kann, ist nicht mehr Werbung, sondern Auffindbarkeit und das, was die Kette nicht kann. Die Torte nach Wunsch, das Bauernbrot mit Namen, den Sauerteig vom Vortag und der Verkäuferin, die den Stammkunden kennt.

Die Öffnungszeit ist der meistgelesene Satz auf deiner Seite

Kein Inhalt wird öfter aufgerufen als die Frage, ob heute offen ist. Bei mehreren Filialen wird daraus die Frage, welche. Also braucht jede Filiale eine eigene Seite mit Adresse, Zeiten, Parkplatz und Telefonnummer, und darüber gehört ein Feld, in das du am 23. Dezember in einer Minute hineinschreibst, wann am 24. Schluss ist.

Dasselbe gilt für das, was es wann gibt. Wenn das Kornspitzerl nur bis zehn Uhr da ist und der Striezel nur zu Allerheiligen, dann steht das dort. Und wenn du Weihnachtsbäckerei, Faschingskrapfen oder Osterpinzen machst, ist das je eine eigene Seite, die im richtigen Monat gefunden wird.

Ein Bestellfenster, das dir die Bäckerei nicht sprengt

Bei Feiertagen entscheidet nicht die Nachfrage, sondern deine Kapazität. Deshalb gehört in das Bestellformular ein Bestellschluss und eine Obergrenze. Wenn am 20. Dezember Schluss ist und vierzig Stollen vergeben sind, macht die Seite zu und sagt das auch. Das ist ehrlicher als ein Anruf am 23., den du absagen musst.

Für die Torte braucht es Anlass, Personenzahl, Geschmack, Form, Schrift auf der Torte, Unverträglichkeiten, Abholtag mit Uhrzeit und ein Feld für ein Bild als Vorlage. Dazu eine Vorlaufzeit, die du selbst festlegst. Damit kommt die Bestellung fertig bei dir an und die Rückfragen fallen weg.

Die Angaben, die bei Lebensmitteln vorgeschrieben sind, gehören zu den Produkten dazu. Du weißt als Betrieb, was bei dir gelten muss, und das bauen wir so ein, dass es pflegbar bleibt.

Was das kostet

890 €Firmenwebsite
1.390 €Onlineshop
19 €Hosting im Monat
100 %Gehört dir, ohne Abo

Eine Firmenwebsite mit Filialseiten, Sortiment und Tortenformular beginnt bei 890 Euro netto. Wenn Kundschaft online bestellen und gleich bezahlen soll, etwa bei Geschenkkörben, Versand von Dauerbackwaren oder Feiertagspaketen, ist das ein Onlineshop ab 1.390 Euro netto. Ich betreibe mit Clovie selbst einen Onlineshop auf eigene Rechnung, ich weiß also, was an so einem Shop täglich Arbeit macht. Hosting kostet 19 Euro im Monat, mit Betreuung 49 Euro.

Häufige Fragen

Was gehört bei uns ins Impressum, und braucht es eine Datenschutzerklärung?

Beides machen wir mit, passend zu eurem Beruf. Neben Name, Anschrift und E-Mail gehören für euch hinein: die UID-Nummer, falls ihr eine habt, die Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer, die zuständige Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) und ein Link zur Gewerbeordnung. Als e.U. oder GmbH kommen Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht dazu. Den Link zur EU-Streitbeilegungsplattform gibt es seit Juli 2025 nicht mehr, er kommt raus. Die verbindliche rechtliche Beurteilung bleibt bei euch, eurer Kammer oder einem Anwalt.

Brauche ich wirklich einen Shop oder reicht ein Formular?

Für Torten und Feiertagsbestellungen reicht meist das Formular, weil die Ware abgeholt und vor Ort bezahlt wird. Ein Shop zahlt sich dann aus, wenn du versendest oder im Voraus kassieren willst, damit dir am Abholtag niemand abspringt.

Wie halte ich die Öffnungszeiten an allen Stellen gleich?

Du pflegst sie einmal auf der Seite, und dieselbe Angabe wird für Google und für die Filialseiten verwendet. Bleibt noch dein Google-Eintrag, den halten wir beim Start auf denselben Stand. Danach sind Feiertagszeiten eine Sache von einer Minute.

Soll ich Preise für Torten angeben?

Einen Preis pro Stück oder pro Person für deine Standardtorten ja, damit niemand mit falschen Erwartungen bestellt. Für Motivtorten reicht ein Rahmen und der Hinweis, dass du nach der Anfrage einen Fixpreis nennst. So verlierst du keine Bestellung an eine Zahl, die zu hoch wirkt.

Was bringt mir eine Seite, wenn meine Kundschaft ohnehin aus dem Ort kommt?

Sie arbeitet an den Tagen, an denen der Ort nicht reicht. Vor Feiertagen, bei Hochzeiten, bei Firmenbestellungen und bei Zugezogenen, die noch keinen Bäcker haben. Das sind genau die Bestellungen mit dem größten Wert pro Stück.

Sag mir, wie viele Torten du in einer normalen Woche machst

Daran sieht man, ob ein Formular reicht oder ob sich der Shop rechnet. Innerhalb von 24 Stunden bekommst du eine Einschätzung und einen Festpreis.