Im April rufen alle an, im November niemand
Dein Jahr hat zwei Probleme und sie sind beide dasselbe. Von März bis Juni kommen mehr Anfragen herein, als du abarbeiten kannst, und du sagst Aufträge ab, die du im Winter gern gehabt hättest. Eine Website kann diese Kurve nicht glätten, aber sie kann die Anfragen vorsortieren und die richtigen Leute in die ruhigen Monate schieben.
- Ein Saisonkalender zeigt, was wann gemacht wird und wann du noch Platz hast.
- Pflegeverträge und Winterdienst bekommen eigene Seiten statt einer Fußnote.
- Das Formular fragt nach Fläche, Zugang und Fotos vom Grundstück.
Die Saison steuerst du über die Seite, nicht über das Telefon
Auf jede Leistungsseite gehört, wann diese Arbeit sinnvoll ist. Neuanlage und Pflasterung von Frühjahr bis Herbst, Baumpflege und Rodung im Winterhalbjahr, Rasenneuanlage im Frühjahr und im Spätsommer, Pflanzungen im Herbst. Wer im Mai anruft und Rodung will, liest dann, dass das im Winter besser passt, und macht gleich einen Termin für November.
Dazu gehört ein ehrlicher Satz zur Auslastung. Wenn du im Frühjahr acht Wochen Vorlauf hast, schreib acht Wochen hin. Die Anfragen, die du dadurch verlierst, hättest du ohnehin absagen müssen. Die, die bleiben, planen mit dir.
Beim Heckenschnitt kommt ein Thema dazu, nach dem oft gefragt wird. Einheitliche Bundesregeln gibt es in Österreich nicht, die Vorgaben stehen in den Naturschutzgesetzen der Bundesländer. Im Burgenland ist der Schnitt außerhalb von Gärten nur von 1. Oktober bis 1. März erlaubt, in Vorarlberg ist er außerhalb des Ortsgebiets von 15. März bis 30. September verboten. BirdLife Österreich empfiehlt darüber hinaus, zwischen März und Mitte August wegen der Vogelbrut nicht zu schneiden. Ein kurzer sachlicher Absatz dazu auf deiner Seite beantwortet eine Frage, die dir sonst jeder zweite Kunde am Telefon stellt.
Was die Portale in dieser Branche anrichten
Garten und Landschaftsbau ist auf den Vermittlungsportalen stark vertreten, weil Rasenmähen und Heckenschneiden leicht auszuschreiben sind. MyHammer rechnet laut seinen Geschäftsbedingungen für Handwerker über Kontaktgebühren ab, die anfallen, sobald ein bestätigter Kontakt zustande kommt, und die sich nach Umfang, Wert, Kategorie und Ort richten. Ob der Auftrag dann bei dir landet, spielt keine Rolle. Im Abo zahlst du eine Grundgebühr und ein monatliches Guthaben dafür, das am Monatsende verfällt.
Bei Gartenarbeiten trifft das besonders hart, weil viele Aufträge klein sind. Wer für eine Heckenpflege mit ein paar hundert Euro Auftragswert eine Kontaktgebühr zahlt und sich den Auftrag noch mit vier anderen Betrieben teilt, arbeitet die ersten Stunden für die Plattform.
Dazu kommen die Kleinanzeigen, wo jemand ohne Gewerbeberechtigung den Rasen um die Hälfte mäht. Gegen den Preis gewinnst du nicht. Gegen ihn gewinnst du mit Haftung, Versicherung, Entsorgungsnachweis und der Tatsache, dass du nächstes Jahr noch existierst. Genau das gehört auf die Seite geschrieben.
Pflege ist das Geschäft, Neuanlage ist die Werbung
Eine Neuanlage bringt einmal viel Geld und ist danach vorbei. Was den Betrieb trägt, sind die laufenden Pflegeverträge, weil sie das Jahr füllen und die Leute planbar machen. Deshalb bekommt die Pflege eine eigene Seite mit klaren Paketen: wie oft im Jahr, was genau enthalten ist, was extra kommt, und ob Entsorgung dabei ist.
Der Winterdienst ist das Gegenstück dazu und gehört ebenso als eigene Seite hin. Räumpflicht, Bereitschaft, Streumittel, Abrechnung nach Einsatz oder pauschal. Wer im Oktober nach Winterdienst sucht und dich findet, bleibt oft auch für die Gartenpflege.
Die Bilder sind auch hier die halbe Miete. Ein fertig gepflasterter Weg, eine neu angelegte Böschung, eine Hecke vor und nach dem Schnitt. Fotografiere im selben Winkel und am besten bei bedecktem Himmel, dann stimmen die Farben.
Die Anfrage soll dir den Kostenvoranschlag vorbereiten
Für ein Angebot brauchst du drei Dinge, und alle drei kann das Formular abfragen: die ungefähre Fläche oder Heckenlänge, die Zufahrt für Maschinen und Container, und ob das Material abtransportiert werden muss. Dazu ein Feld für Fotos vom Grundstück.
Mit zwei Handyfotos und der Angabe, dass der Zugang nur über eine Stiege geht, sparst du dir eine Fahrt quer durchs Bezirksgebiet. Wer regelmäßig mit dem Kran oder dem Bagger anrückt, stellt zusätzlich die Frage nach dem Platz zum Abstellen.
Was das kostet
Eine Firmenwebsite mit Leistungsseiten, Arbeitsbeispielen und Anfrageformular mit Fotoupload beginnt bei 890 Euro netto. Der Festpreis steht im Angebot, bevor ich anfange. Danach läuft das Hosting mit 19 Euro im Monat, mit Betreuung 49 Euro.
Häufige Fragen
Was gehört bei uns ins Impressum, und braucht es eine Datenschutzerklärung?
Beides machen wir mit, passend zu eurem Beruf. Neben Name, Anschrift und E-Mail gehören für euch hinein: die UID-Nummer, falls ihr eine habt, die Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer, die zuständige Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) und ein Link zur Gewerbeordnung. Als e.U. oder GmbH kommen Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht dazu. Den Link zur EU-Streitbeilegungsplattform gibt es seit Juli 2025 nicht mehr, er kommt raus. Die verbindliche rechtliche Beurteilung bleibt bei euch, eurer Kammer oder einem Anwalt.
Bringt eine Seite im Winter überhaupt etwas?
Der Winter ist der beste Zeitpunkt, sie zu bauen. Bis zur Frühjahrssaison hat Google die Seiten erfasst, und die Anfragen kommen dann herein, wenn du sie brauchst. Im April anzufangen ist zu spät.
Soll ich Preise für Rasenmähen und Heckenschnitt anschreiben?
Eine Spanne pro Laufmeter Hecke und eine Mindestanfahrt filtern die Anfragen gut vor. Damit fallen die Leute weg, die eigentlich den Nachbarssohn suchen, und die bleiben, die einen Betrieb wollen.
Wie gehe ich mit den Schnittzeiten für Hecken um?
Sachlich und ohne Rechtsberatung. Auf die Seite kommt, dass die Vorgaben von Bundesland zu Bundesland verschieden sind und dass in der Brutzeit Rücksicht zu nehmen ist. Was im konkreten Fall gilt, klärst du beim Lokalaugenschein.
Kann ich Pflegetermine online vergeben lassen?
Für wiederkehrende Pflege lohnt sich ein eigener Kalender auf der Seite, in dem Kunden ihren Termin sehen und verschieben können. Das ist die Variante mit Buchungssystem ab 1.990 Euro netto, ohne Plattform und ohne Provision.
Sag mir, wann dein Jahr eng wird
Welche Arbeiten dich tragen und welche Monate leer sind. Danach baue ich die Seite so auf, dass sie in die ruhigen Wochen hineinarbeitet. Antwort innerhalb von 24 Stunden.