Der Bus steht im Hof und das Telefon läutet wegen einer Versandbestellung
Am Sonntagnachmittag hast du zwanzig Leute im Verkostungsraum, und gleichzeitig will jemand aus Wien sechs Flaschen vom Vorjahr nachbestellen. Eines von beidem bleibt liegen. Ein Shop, der nachts von selbst verkauft, löst genau diesen Konflikt.
- Jeder Wein bekommt eine eigene Seite mit Jahrgang, Rebsorte, Lage und Trinkempfehlung.
- Der Shop verkauft Sechser- und Zwölferkartons mit offen ausgewiesenen Versandkosten.
- Verkostungen werden mit Datum, Personenzahl und Preis pro Person angefragt, nicht ertelefoniert.
Der Markt wächst nicht, also zählt der kurze Weg
Die Österreich Wein Marketing hat in ihrem Jahresbericht 2024 die Lage nüchtern beschrieben. Im Zeitraum Oktober 2023 bis September 2024 ging der Weinabsatz im Inland mengenmäßig um 2,6 Prozent zurück, der Umsatz um 0,9 Prozent. Österreichischer Wein hielt sich mit minus 1,0 Prozent Menge besser als ausländischer mit minus 5,8 Prozent. Der Export erreichte 2023 mit 248 Millionen Euro einen Höchstwert und lag in den ersten drei Quartalen 2024 um 5,1 Prozent darunter.
Die Fläche dahinter ist stabil. Die Weingartengrunderhebung der Statistik Austria weist 46.165 Hektar Rebfläche aus, davon 31.752 Hektar Weißwein. Es wird also nicht weniger Wein gemacht, aber es wird schwerer, ihn zu verkaufen.
In so einem Markt entscheidet der Weg zwischen Keller und Kunde. Wer im Regal des Handels liegt, teilt die Spanne. Wer ab Hof und über den eigenen Shop verkauft, behält sie, und er weiß dazu, wer seine Kunden sind.
Ein Wein ohne eigene Seite wird nicht gefunden
Menschen suchen nach Grüner Veltliner Jahrgang, nach einer Lage, nach Zweigelt trocken oder nach deinem Ortsnamen mit dem Wort Wein. Wenn deine Weine in einer PDF-Preisliste stehen, findet keine dieser Suchen etwas. Jeder Wein braucht eine eigene Seite mit Jahrgang, Rebsorte, Lage, Ausbau, Alkohol, Restzucker, einer Trinkempfehlung und zwei Sätzen in deinen Worten, warum dieser Jahrgang so geworden ist, wie er ist.
Diese zwei Sätze sind der Teil, den kein Händler schreiben kann. Ein Kunde, der liest, dass der Hang nach Süden schaut und die Lese heuer zehn Tage später war, kauft nicht dieselbe Flasche wie im Supermarkt. Er kauft deine.
Der Shop muss den Karton kennen, nicht die Flasche
Wein wird selten einzeln versendet, weil sich das nicht ausgeht. Ein brauchbarer Weinshop rechnet daher in Sechser- und Zwölferkartons, erlaubt gemischte Kartons und zeigt die Versandkosten offen an, bevor jemand seine Daten eintippt. Dazu gehört eine Grenze, ab der du versandfrei lieferst, und die Möglichkeit, statt Versand die Abholung am Hof zu wählen.
Ich betreibe mit Clovie selbst einen Onlineshop auf eigene Rechnung. Ich weiß daher, was Verpackung, Retouren und Zahlungswege im Alltag bedeuten und wo ein Shop anfängt, mehr Arbeit zu machen, als er bringt. Deiner soll so gebaut sein, dass du am Abend zehn Bestellungen in zwanzig Minuten fertig hast.
Die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben gehören zum Wein und zum Verkauf dazu. Du kennst sie für deinen Betrieb, und wir bauen die Seiten so, dass sie ihren festen Platz haben und pflegbar bleiben.
Verkostung und Ab Hof sind zwei verschiedene Dinge
Beim Ab-Hof-Verkauf zählen Öffnungszeiten, Adresse mit Kartenpunkt und die Frage, ob man vorher anrufen muss. Bei der Verkostung zählt etwas anderes. Für wie viele Personen, wie lange dauert es, wie viele Weine, was kostet es pro Person, gibt es etwas zu essen dazu, und geht das auch für eine Busgruppe.
Deshalb sind das zwei Seiten und ein eigenes Formular. Wer eine Verkostung anfragt, gibt Datum, Personenzahl und Wunschzeit an, und du siehst auf einen Blick, ob sich das mit der Lese oder dem Abfülltag spießt. Wenn du Zimmer, einen Buschenschank oder Weinbergführungen anbietest, hängt das an derselben Stelle dran und nicht auf einer zweiten Website.
Was das kostet
Ein Weinshop mit Weinseiten, Kartons, Versand und Abholung beginnt bei 1.390 Euro netto. Wenn du vorerst nur zeigen und Bestellungen per Formular annehmen willst, reicht die Firmenwebsite ab 890 Euro netto. Der Festpreis steht im Angebot, bevor ich anfange. Hosting kostet 19 Euro im Monat, mit Betreuung 49 Euro.
Häufige Fragen
Was gehört bei uns ins Impressum, und braucht es eine Datenschutzerklärung?
Beides machen wir mit, passend zu eurem Beruf. Neben Name, Anschrift und E-Mail hängt der Rest davon ab, wie euer Betrieb eingetragen ist, ob als Gewerbe, als landwirtschaftlicher Betrieb oder anders. Das klären wir vor dem Bau, damit genau die Angaben drinstehen, die für euch gelten. Den Link zur EU-Streitbeilegungsplattform gibt es seit Juli 2025 nicht mehr, er kommt raus. Die verbindliche rechtliche Beurteilung bleibt bei euch, eurer Kammer oder einem Anwalt.
Soll ich alle Jahrgänge online lassen, auch die ausverkauften?
Ja, aber klar gekennzeichnet. Die Seite eines ausverkauften Jahrgangs wird weiter gefunden und führt zum aktuellen. Wer den Wein von 2021 sucht und bei dir landet, kauft oft den von 2023. Verschwindet die Seite, verschwindet auch dieser Besucher.
Wie halte ich den Bestand aktuell, wenn ich auch im Hof verkaufe?
Für die meisten Betriebe reicht es, die Mengen grob zu führen und knappe Weine als bald ausverkauft zu markieren. Wer sehr kleine Mengen hat, hinterlegt eine feste Stückzahl je Wein, dann macht der Shop von selbst zu, bevor du doppelt verkaufst.
Lohnt sich ein Shop bei zehn Weinen?
Das hängt nicht an der Anzahl, sondern daran, ob dir Leute Flaschen nachbestellen, nachdem sie bei dir waren. Wenn ja, zahlt sich der Shop schnell, weil genau diese Bestellungen heute am Telefon oder per Mail Arbeit machen. Wenn nein, fang mit der Firmenwebsite an.
Was mache ich mit Gutscheinen und Weinpaketen zu Weihnachten?
Beides gehört als eigenes Produkt in den Shop, weil es im November und Dezember den größten Teil der Bestellungen ausmacht. Ein Geschenkkarton mit drei Weinen und ein Gutschein zum Ausdrucken sind zwei Artikel, die das ganze Jahr nichts kosten und im Advent tragen.
Schick mir deine Preisliste und die Jahrgänge, die du gerade hast
Daraus sieht man, wie viele Weinseiten es braucht und ob der Shop von Anfang an sinnvoll ist. Innerhalb von 24 Stunden bekommst du eine Einschätzung und einen Festpreis.