Für Fotografie

Bei dir entscheidet ein Datum, nicht ein Angebot

Eine Hochzeit hat genau einen Termin. Wer am 12. September heiratet, fragt fünf Fotografen und nimmt den, der zuerst sagt, dass er Zeit hat und was es kostet. Deine Seite muss diese zwei Antworten liefern, bevor du überhaupt ans Telefon gehst.

Datum, Ort, Paket · ab 890 € netto · Antwort in 24 Stunden

Kurz gesagt
  • Anfrageformular mit Datum, Ort und Anlass, damit du in zehn Sekunden zusagen kannst.
  • Pakete mit Richtpreis, weil die Preisfrage sonst jede zweite Mail kostet.
  • Kundengalerie mit Download auf deiner eigenen Adresse statt Links, die verfallen.

Der Moment, in dem du nicht antworten kannst

Samstag, halb vier, du bist beim Portraittermin oder mitten in der Trauung. In dieser Stunde schreiben drei Paare an je fünf Fotografen. Bis du am Sonntag zurückschreibst, haben zwei davon schon einen Termin fixiert. Nicht weil die anderen besser fotografieren, sondern weil sie schneller erreichbar waren.

Bei Terminarbeit gewinnt fast immer der, der zuerst antwortet, nicht der mit dem besseren Portfolio.

Dagegen hilft keine schnellere Tipperei, sondern eine Seite, die die Standardfragen vorher beantwortet. Bist du an dem Tag frei, wie viele Stunden sind üblich, was kostet das ungefähr, wann bekomme ich die Bilder. Wer das gelesen hat, schreibt konkret, und deine Antwort dauert zwei Minuten statt zwanzig.

Hochzeitsportale bringen Sichtbarkeit und behalten die Beziehung

In Österreich ist hochzeit.click einer der großen Anlaufpunkte. Die Plattform nennt für sich über 4.000 Hochzeitslocations, Fotografen und Dienstleister und betreibt daneben einen deutschen Ableger mit über 3.600 Einträgen. Dazu kommen internationale Portale und regionale Verzeichnisse.

Das Modell ist überall ähnlich: Ein Basiseintrag ist meist gratis, die Sichtbarkeit kommt über bezahlte Profilpakete. Was die kosten, steht auf den Seiten nicht öffentlich, das läuft über den Vertrieb. Deshalb nenne ich keine Beträge. Wichtiger ist ohnehin, was danach passiert: Die Anfrage läuft über das Formular des Portals, und beim nächsten Mal geht das Paar wieder dorthin, nicht zu dir.

Die Portale ersetzen keine eigene Seite und eine eigene Seite ersetzt die Portale nicht. Der Unterschied ist, wem die zweite Anfrage gehört. Wer über das Portal gefunden wurde, googelt fast immer noch deinen Namen nach, bevor er schreibt. Was er dann findet, entscheidet.

Pakete, Nutzungsrechte und die Frage nach dem Preis

Preise zu verschweigen ist der häufigste Fehler auf Fotografenseiten. Es filtert nicht, es verzögert nur. Drei Pakete mit Stundenumfang, Anzahl bearbeiteter Bilder, Lieferzeit und einem Ab-Preis reichen völlig. Sonderwünsche bleiben Sonderwünsche.

Dazu gehört, was mit den Bildern erlaubt ist. Bei Hochzeiten die private Nutzung, bei Firmenkunden der Umfang für Website, Social Media und Print, bei Immobilien die Dauer. Wer das auf der Seite regelt, diskutiert es nicht drei Monate später per Mail. Bei Personen auf Fotos kommt die Einwilligung dazu, gerade wenn du Bilder für dein Portfolio verwenden willst.

Und schreib dazu, was du nicht machst. Wer keine Hochzeiten mehr fotografiert oder keine Tierfotos anbietet, spart sich damit jede Woche zwei Absagen.

Angebote schreiben, ohne jedes Mal von vorne anzufangen

Zwischen der Anfrage und dem Auftrag liegt das Angebot, und das ist bei den meisten Fotografen die unbezahlte Arbeit des Abends. Jedes wird neu getippt, in jedem fehlt etwas anderes, und drei Wochen später diskutiert man über eine Zahl, die nie drinstand. Dabei ist der Aufbau bei Hochzeit, Firmenporträt und Immobilie fast immer derselbe. Nur die Zahlen wechseln.

Das gehört in jedes Angebot, dann bleibt später nichts zu klären:

Die halbe Arbeit nimmt dir die Seite ab, bevor du zu schreiben beginnst. Das Anfrageformular fragt Datum, Ort und Anlass gleich mit, du musst also nicht erst zurückschreiben, um die Grundangaben zu bekommen. Und wer die Pakete samt Ab-Preis schon auf der Seite findet, fragt entweder passend an oder gar nicht. Für diese Anfragen brauchst du kein eigenes Angebot mehr, die Bestätigung des Pakets reicht.

Für den Rest hilft eine eigene Vorlage mit den Punkten von oben, in die du nur Datum, Stunden und Beträge einsetzt. Das ist nichts, was ich dir verkaufe, sondern eine halbe Stunde Arbeit, die sich nach dem dritten Angebot bezahlt hat. Wie die Pakete und der Ab-Preis auf der Seite stehen sollen, steht weiter oben, und was eine Seite kostet, rechnet dir der Ratgeber zu den Kosten durch.

Die Bildauslieferung gehört auf deine eigene Adresse

Die meisten liefern über einen Transferdienst oder eine geteilte Cloud. Der Link verfällt, das Paar fragt nach einem Jahr noch einmal nach, und die Galerie trägt fremdes Logo. Eine eigene Kundengalerie löst das: Login je Auftrag, Vorschau, Auswahl der Favoriten, Download in Web und Druckauflösung, und eine Aufbewahrungsfrist, die du festlegst.

Das ist auch der Moment, in dem du neue Aufträge bekommst. Die Galerie wird von Eltern, Trauzeugen und Kollegen geöffnet, oft dutzende Male. Wenn dort dein Name und dein Kontakt stehen statt der Werbung eines Dienstes, ist das die billigste Werbung, die du hast.

Kleiner Hinweis in eigener Sache: Ich hatte früher selbst ein Fotostudio und eine Werbeagentur. Fotoproduktion biete ich heute nicht mehr an, ich baue die Website. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung, wo bei einem Auftrag die Zeit verloren geht, und danach ist die Seite gebaut.

Was das kostet

890 €Firmenwebsite
1.990 €Mit Kundengalerie
19 €Hosting im Monat
49 €Hosting mit Betreuung

Eine Firmenwebsite mit Portfolio, Paketen, Über mich und Anfrageformular beginnt bei 890 Euro netto. Kommen Verfügbarkeitsabfrage, Kundengalerien mit Login und Downloadsteuerung dazu, ist das die Variante mit eigenem System ab 1.990 Euro netto. Der Festpreis steht vor dem Start im Angebot.

Häufige Fragen

Was gehört bei uns ins Impressum, und braucht es eine Datenschutzerklärung?

Beides machen wir mit, passend zu eurem Beruf. Neben Name, Anschrift und E-Mail gehören für euch hinein: die UID-Nummer, falls ihr eine habt, die Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer, die zuständige Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) und ein Link zur Gewerbeordnung. Als e.U. oder GmbH kommen Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht dazu. Den Link zur EU-Streitbeilegungsplattform gibt es seit Juli 2025 nicht mehr, er kommt raus. Die verbindliche rechtliche Beurteilung bleibt bei euch, eurer Kammer oder einem Anwalt.

Soll ich meine Preise auf die Website schreiben?

Zumindest einen Ab-Preis je Paket. Wer nichts nennt, bekommt Anfragen von Leuten mit völlig anderen Vorstellungen und verbringt Abende mit Angeboten, die nie angenommen werden. Ein Richtwert kostet dich keine guten Kunden, nur die unpassenden.

Wie zeige ich viele Bilder, ohne dass die Seite langsam wird?

Indem jedes Bild in mehreren Größen ausgespielt wird und erst lädt, wenn es ins Blickfeld kommt. Du lädst das Original hoch, den Rest macht die Seite. Am Handy sieht man davon nur, dass es schnell geht.

Was ist mit Bildern, die der Kunde nicht veröffentlicht haben will?

Die kommen nicht ins Portfolio. Auf der Seite gibt es dafür eine Unterscheidung zwischen öffentlicher Galerie und geschütztem Kundenbereich. Die Einwilligung für Portfoliobilder holst du dir schriftlich, am besten schon im Auftrag.

Ich arbeite auch für Firmen, nicht nur Hochzeiten. Geht beides auf eine Seite?

Ja, aber mit getrennten Einstiegen. Ein Geschäftsführer, der Mitarbeiterportraits braucht, will keine Brautpaare scrollen. Zwei Bereiche mit eigenem Portfolio, eigenen Paketen und eigenem Formular lösen das sauber.

Sag mir, wie viele Aufträge du im Jahr fotografierst

Daran sehe ich, ob eine Firmenwebsite reicht oder ob sich die Kundengalerie rechnet. Innerhalb von 24 Stunden bekommst du eine Einschätzung und einen Festpreis.