Die wichtigste Frage ist: Habt ihr heute offen?
Bei keiner anderen Gastronomie hängt so viel an einer einzigen Angabe. Wer bei dir essen will, sucht zuerst die Ausschankzeiten. Steht dort ein Zeitraum vom Vorjahr, fährt die Familie zum Nachbarn, der sie aktuell hält.
- Die Ausschankzeiten änderst du selbst, in einem Feld, in einer Minute.
- Die Reservierung kommt direkt zu dir, nicht über ein Ausflugsportal.
- Weinkarte und Aufstrichliste stehen dort, wo die Gäste sie suchen.
Die Ausschankzeiten sind der Inhalt, alles andere ist Beiwerk
Der Buschenschank ist eine österreichische Besonderheit und genau das macht die Website anders als die eines Restaurants. Du hast nicht durchgehend offen, du steckst aus. In Niederösterreich regelt das ein eigenes Gesetz. Nach dem NÖ Buschenschankgesetz ist die Ausübung spätestens zwei Wochen vor Beginn bei der Gemeinde anzumelden, samt den kalendermäßigen Ausschankzeiten. Der Buschenschank darf ohne Unterbrechung höchstens drei Monate ausgeübt werden, zwischen den Ausschankzeiten liegt grundsätzlich ein Zeitraum von mindestens vier Wochen, und zwischen 24 und 6 Uhr wird nicht ausgeschenkt.
Was du der Gemeinde meldest, sollte am selben Tag auch auf deiner Seite stehen. Drei Termine im Jahr, die du selbst eintragen kannst, mit Datum von und bis und den Tagen und Uhrzeiten dazu. Kein Anruf bei mir, kein Warten. Das ist der eine Punkt, an dem eine Heurigenseite scheitert oder funktioniert.
Dieselbe Angabe gehört parallel ins Google-Unternehmensprofil, wo sie als Sonderöffnungszeiten gepflegt wird, und in den Heurigenkalender deiner Gemeinde oder Region. Diese drei Stellen sind für die meisten Gäste der gesamte Suchvorgang.
Was auf die Karte darf und was nicht
Beim bäuerlichen Buschenschank schenkst du eigenen Wein, Most, Traubensaft und Obstbrand aus. Mineralwasser und regional übliche alkoholfreie Getränke sind in der Regel möglich. Kaffee, Tee und Bier gehören nicht dazu, ebenso wenig warme Speisen, ausgenommen Speisen, die kalt serviert werden. Für ein breiteres Angebot braucht es eine Gastgewerbeanmeldung und ein sogenanntes Buschenschankbuffet, für das andere Regeln gelten.
Für die Seite heißt das: Schreib offen hin, was es gibt, statt zu verschweigen, was fehlt. Wer weiß, dass es kein Bier gibt, ist nicht enttäuscht, sondern kommt wegen des Weins. Die Details zu deiner Betriebsform klärst du mit der Landwirtschaftskammer oder der Gemeinde, ich baue nur die Stelle, an der das Ergebnis steht.
Die Reservierung gehört dir, nicht dem Ausflugsportal
Heurige stehen auf Ausflugsseiten, in Weinstraßenverzeichnissen, in Tourismusportalen und in Reservierungsdiensten. Sichtbarkeit ist gut, aber achte darauf, wo die Telefonnummer und der Reservierungsknopf hinführen. Wenn der Gast über ein Portal reserviert, hast du einen Tisch und das Portal hat die Mailadresse.
Für einen Heurigen genügt meist ein einfaches Reservierungsformular mit Datum, Uhrzeit, Personenzahl und einem Feld für Besonderheiten wie Geburtstag oder Kinderwagen. Wer große Gruppen nimmt, hängt eine eigene Seite für Feiern dran, mit Mindestpersonenzahl, Anzahlung und dem, was du für geschlossene Gesellschaften machst.
Die eigene Gästeliste ist auf lange Sicht mehr wert als jeder Eintrag. Wer dir seine Mailadresse gibt, bekommt beim nächsten Aussteckzeitraum eine kurze Nachricht. Das ist die günstigste Werbung, die ein Heuriger hat.
Wonach im Auto gesucht wird
Die Leute tippen Heuriger offen heute, ausgsteckt, Buschenschank mit Garten, Heuriger mit Spielplatz oder den Ortsnamen plus Heuriger. Am Handy, oft schon unterwegs. Deshalb gehören nach oben die drei Dinge, die jetzt zählen: offen oder nicht, wo genau, und die Nummer zum Antippen.
Danach kommen die Fragen, die über den Ausflug entscheiden. Gibt es einen Gastgarten, wie viele Plätze, Parkplätze, Spielplatz für die Kinder, Hunde erlaubt, ist es barrierefrei, gibt es eine Buschenschankjause für Vegetarier. Fotos vom Hof, vom Garten und von der Jause sagen mehr als jede Beschreibung.
Bewertungen und Ausschankzeiten hängen zusammen
Wer am Samstag einen Heurigen sucht, tippt im Auto oder am Sofa und sieht die Karte mit ein paar Betrieben. Gelesen wird die Zeile unter dem Namen: Note, Zahl der Bewertungen und ob gerade offen ist. Deine Bewertungen und deine Öffnungszeiten stehen dort direkt nebeneinander.
Eine schlechte Bewertung, die du leicht vermeiden kannst, hat nichts mit Wein oder Essen zu tun. Sie lautet etwa: "Laut Google offen, wir standen vor verschlossener Tür." Das passiert, wenn die Ausschankzeiten im Unternehmensprofil nicht zu deinem Kalender passen. Trag jede Ausschankperiode dort ein, und für die Wochen dazwischen die Schließung. Das ist die billigste Bewertung, die du verhindern kannst.
Gefragt wird am Tisch, nicht per Mail. Eine kleine Karte mit QR-Code auf dem Tisch oder in der Weinkarte und ein Satz, wenn die Gäste zahlen, reichen. Stammgäste, die jedes Jahr kommen, schreiben gern, wenn sie gefragt werden.
Was nicht geht: kein Achtel aufs Haus, kein Rabatt, kein Gewinnspiel für eine Bewertung. Googles Richtlinie für nutzergenerierte Inhalte sagt wörtlich "Fake engagement is not allowed and will be removed" und verbietet ausdrücklich, Zahlungen, Rabatte oder Gratisleistungen im Austausch für eine Bewertung anzubieten (abgerufen am 16.10.2026).
Beantwortet wird jede Bewertung, auch die über die Wartezeit an einem vollen Sonntag, kurz und freundlich. Wer in einem Jahr deinen Heurigen sucht, liest deine Antwort mit.
Die Bewertung entscheidet, ob jemand kommt. Die Seite sagt, wann. Wie das für Weingüter mit Ab-Hof-Verkauf aussieht, steht auf Website für Winzer.
Was das kostet
Eine Firmenwebsite mit Ausschankzeiten zum Selbstpflegen, Karte, Weinliste, Fotos und Reservierungsformular beginnt bei 890 Euro netto. Der Festpreis steht vor dem Start im Angebot. Hosting kostet 19 Euro im Monat, mit Betreuung 49 Euro.
Häufige Fragen
Was gehört bei uns ins Impressum, und braucht es eine Datenschutzerklärung?
Beides machen wir mit, passend zu eurem Beruf. Neben Name, Anschrift und E-Mail hängt der Rest davon ab, wie euer Betrieb eingetragen ist, ob als Gewerbe, als landwirtschaftlicher Betrieb oder anders. Das klären wir vor dem Bau, damit genau die Angaben drinstehen, die für euch gelten. Den Link zur EU-Streitbeilegungsplattform gibt es seit Juli 2025 nicht mehr, er kommt raus. Die verbindliche rechtliche Beurteilung bleibt bei euch, eurer Kammer oder einem Anwalt.
Kann ich die Ausschankzeiten wirklich selbst ändern?
Ja, und darauf ist die Seite gebaut. Du meldest sie ohnehin der Gemeinde, dieselben Daten trägst du bei dir ein. Ein Feld von, ein Feld bis, dazu die Tage und Uhrzeiten. Wer tippen kann, schafft das in einer Minute vom Handy aus.
Brauche ich eine Speisekarte als PDF?
Besser nicht als einziges. Ein PDF ist am Handy mühsam und Google liest es schlecht. Die Karte gehört als Text auf die Seite, dann findet sie auch jemand, der nach Bratlfett oder Liptauer sucht. Ein PDF zum Ausdrucken kannst du zusätzlich anbieten.
Was ist mit dem Heurigenkalender der Gemeinde?
Der bleibt wichtig, viele Gäste schauen dort zuerst. Deine Seite ersetzt ihn nicht, sie ist die Stelle, auf die der Kalender verlinkt. Wichtig ist nur, dass beide dasselbe sagen. Wenn du die Zeiten meldest, änderst du sie am besten gleich auch bei dir.
Wir haben nur zwei Ausschankzeiten im Jahr. Zahlt sich eine Seite aus?
Gerade dann. Wer nur zwei Mal im Jahr aussteckt, lebt davon, dass die Leute es rechtzeitig erfahren. Eine Seite mit den Terminen und einer Mailliste macht aus dem ersten Wochenende ein volles statt ein halbleeres.
Schick mir deine nächsten Ausschankzeiten
Daran sehe ich, wie die Seite aufgebaut sein muss und wie oft du selbst etwas ändern willst. Innerhalb von 24 Stunden bekommst du eine Einschätzung und einen Festpreis.