Das Telefon läutet, du liegst unter der Hebebühne
In der Werkstatt klingelt es selten zur passenden Zeit. Der Anrufer will wissen, ob du sein Pickerl diese Woche noch schaffst, und legt nach dem sechsten Läuten auf. Eine eigene Seite beantwortet diese Frage, bevor jemand zum Hörer greift.
- Pickerl, Service und Reifenwechsel bekommen je eine eigene Seite mit Preisrahmen.
- Die Terminanfrage landet direkt bei dir, nicht bei einem Portal, das dafür kassiert.
- Das Formular fragt Kennzeichen, Modell, Kilometerstand und Baujahr gleich mit ab.
Das Portal verkauft dir den Termin, der ohnehin zu dir wollte
Die Fachpresse beschreibt den Wandel bei den Werkstattportalen deutlich. Reine Bewertungsportale werden nach und nach von Serviceportalen mit eingebauter Buchungsfunktion abgelöst. Abgerechnet wird laut der Branchenzeitschrift AUTOHAUS über verschiedene Modelle, zum Beispiel über eine prozentuale Provision pro vermitteltem Auftrag plus einen monatlichen Pauschalbetrag für bestimmte Leistungen. Konkrete Sätze stehen in den Partnerverträgen und nicht auf einer öffentlichen Preisseite. Deshalb nenne ich hier keine Prozentzahl, sondern das Modell.
Beim Reifengeschäft läuft es noch direkter. Die großen Onlinehändler betreiben Montagepartnernetze. Der Kunde kauft die Reifen im Netz, sucht sich eine Werkstatt aus der Liste und kommt mit einem Montagepreis, den nicht du festgelegt hast. Die Anmeldung als Montagepartner ist bei reifen.com kostenfrei, verwaltet wird sie über einen Dienstleister namens JYMEO. Billig ist an dem Modell nur der Einstieg. Die Handelsspanne auf die Reifen ist weg, der Kunde gehört dem Händler und im nächsten Frühjahr bestellt er wieder dort.
Eine eigene Seite dreht das um. Der Reifenpreis, der Montagepreis und der Stundensatz stehen bei dir, die Anfrage kommt bei dir an und der Kunde hat deine Nummer im Telefon.
Das Pickerl ist der verlässlichste Kalender, den du hast
Bei PKW gilt nach der wiederkehrenden Begutachtung laut § 57a KFG das bekannte Muster drei, zwei, eins und danach jährlich. Die Überprüfung ist im gelochten Monat möglich, einen Monat davor und bis zu vier Monate danach. Die Wirtschaftskammer weist außerdem darauf hin, dass ab 19. Mai 2027 neue Regeln mit längeren Intervallen kommen und die Nachfrist wegfällt.
Für deine Seite heißt das zweierlei. Erstens gehört eine eigene Pickerlseite her, die erklärt, was geprüft wird, was es kostet und wie lange das Auto steht. Zweitens ist die Erinnerung bares Geld. Wer beim letzten Pickerl seine Mailadresse hinterlässt, bekommt elf Monate später eine kurze Nachricht mit zwei freien Terminen. Das kostet dich nichts und füllt die ruhigen Wochen.
Die Leute tippen Geräusche ein, keine Fachbegriffe
Gesucht wird nach Bremsen quietschen, Motorkontrollleuchte leuchtet, Klimaanlage bläst warm, Auspuff hängt oder Pickerl durchgefallen was jetzt. Für die vier häufigsten dieser Fälle kann je eine kurze Seite stehen, die in ein paar Sätzen sagt, was dahinterstecken kann und ob man noch fahren darf.
Dazu kommen die Fragen, die über den Auftrag entscheiden. Welche Marken machst du, gibt es ein Ersatzauto, holst du das Fahrzeug ab, lagerst du Reifen ein und was kostet der Platz im Depot über den Sommer. Wer das auf der Seite liest, ruft schon mit der Entscheidung an.
Ein Formular, das dir das Nachtelefonieren erspart
Eine brauchbare Terminanfrage fragt nach Kennzeichen, Marke und Modell, Baujahr, Kilometerstand und danach, ob das Auto fahrbereit ist. Ein Feld für die Beschreibung in eigenen Worten und die Möglichkeit, ein Foto oder eine kurze Tonaufnahme anzuhängen, ersparen dir die halbe Diagnose am Telefon.
Damit siehst du am Abend in zwei Minuten, ob du das Teil bestellen musst, bevor der Wagen kommt. Wer am Morgen schon weiß, welche Bremsscheiben im Regal liegen müssen, verliert keinen halben Tag.
Was das kostet
Eine Firmenwebsite mit Leistungsseiten, Preisrahmen und Terminanfrage beginnt bei 890 Euro netto. Willst du echte Zeitfenster vergeben statt nur Anfragen zu sammeln, ist das die Variante mit eigenem Buchungssystem ab 1.990 Euro netto. Der Festpreis steht im Angebot, bevor ich anfange. Hosting kostet 19 Euro im Monat, mit Betreuung 49 Euro.
Häufige Fragen
Was gehört bei uns ins Impressum, und braucht es eine Datenschutzerklärung?
Beides machen wir mit, passend zu eurem Beruf. Neben Name, Anschrift und E-Mail gehören für euch hinein: die UID-Nummer, falls ihr eine habt, die Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer, die zuständige Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) und ein Link zur Gewerbeordnung. Als e.U. oder GmbH kommen Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht dazu. Den Link zur EU-Streitbeilegungsplattform gibt es seit Juli 2025 nicht mehr, er kommt raus. Die verbindliche rechtliche Beurteilung bleibt bei euch, eurer Kammer oder einem Anwalt.
Soll ich meine Preise auf die Seite schreiben?
Den Stundensatz und die gängigen Pauschalen wie Pickerl, Service oder Reifenwechsel ja. Reparaturpreise nein, die hängen vom Fahrzeug ab. Ein Satz dazu, dass du vorher einen Kostenvoranschlag machst, reicht völlig.
Kann ich Pickerl-Erinnerungen automatisch verschicken?
Ja, das ist der Teil, der sich am schnellsten rechnet. Mit dem Termin wird der Monat der nächsten Begutachtung hinterlegt und rechtzeitig davor geht eine kurze Mail raus. Der Kunde braucht nur auf einen freien Termin zu tippen.
Bringt mir eine Seite etwas, wenn ich ohnehin ausgebucht bin?
Dann arbeitet sie für dich als Filter. Wenn oben steht, welche Marken du machst und ab wann du frei hast, rufen weniger Leute an, denen du absagen musst. Volle Werkstatt heißt nicht, dass jede Anfrage passt.
Was ist mit dem Reifendepot?
Das gehört auf eine eigene Seite mit Jahrespreis und einem Hinweis, wie du einlagerst. Für den saisonalen Wechsel im Frühjahr und im Herbst ist ein Terminkalender auf der Seite der Unterschied zwischen zwei ruhigen Wochen und zwei Wochen Dauertelefonat.
Sag mir, wie viele Pickerl du im Jahr machst
Daran sieht man schnell, ob dir eine Seite mit Terminkalender mehr bringt als eine ohne. Innerhalb von 24 Stunden bekommst du eine Einschätzung und einen Festpreis.