Für Tischlereien

Wer Möbel nach Maß will, vergleicht dich mit einem Onlinekonfigurator

Die Absaugung läuft, die Formatkreissäge auch, das Handy hört man ohnehin nicht. In der Zwischenzeit sitzt jemand vor dem Bildschirm und vergleicht deinen Einbauschrank mit einem Konfigurator, der in vier Klicks einen Preis und ein Lieferdatum ausspuckt. Dagegen hilft nur eine Seite, die zeigt, was du kannst und was das dauert.

Arbeiten und Lieferzeit sichtbar · ab 890 € netto · Antwort in 24 Stunden

Kurz gesagt
  • Deine Arbeiten nach Raum, Holzart und Aufgabe geordnet, nicht als Bilderhaufen.
  • Lieferzeit und Ablauf vom Aufmaß bis zur Montage stehen offen auf der Seite.
  • Das Formular nimmt Skizze, Raummaße und Fotos entgegen.

Dein Mitbewerber ist die Lieferzeit, nicht der Preis

Bei einem Einbauschrank, einer Küche oder einem Esstisch aus Massivholz vergleichen die Leute nicht Tischlerei gegen Tischlerei. Sie vergleichen dich mit dem Möbelhaus und mit Onlineanbietern, die beim Konfigurieren sofort einen Preis und eine Lieferwoche anzeigen. Wer auf deiner Seite dazu nichts findet, stellt sich das Schlimmste vor und fragt gar nicht erst an.

Die Gegenmaßnahme ist unangenehm einfach. Schreib hin, wie lange es bei dir von der Zusage bis zur Montage dauert, und schreib die Wahrheit. Acht bis zwölf Wochen sind kein Nachteil, wenn daneben steht, warum: Aufmaß vor Ort, Materialbeschaffung, eine Werkstatt statt eines Lagers, und am Ende passt es auf den Millimeter in eine Altbaunische, die nirgends rechtwinkelig ist.

Vermittlungsportale helfen dabei wenig. MyHammer rechnet laut seinen Geschäftsbedingungen für Handwerker über Kontaktgebühren ab, die schon beim bestätigten Kontakt anfallen und nicht erst beim Auftrag. ProntoPro arbeitet mit Credits, die du vorher kaufst und ausgibst, um eine Anfrage überhaupt zu sehen. Beide Modelle passen schlecht zu Aufträgen, bei denen drei Beratungsgespräche normal sind und trotzdem nicht jedes zu einem Auftrag führt.

Die Arbeiten sortieren, wie Kunden denken

Kunden denken in Räumen und Aufgaben, nicht in Gewerken. Also gliedert sich die Seite nach Küche, Bad, Ankleide, Stiege, Türen, Böden, Esstisch und Büroeinrichtung. Dazu eine eigene Gruppe für die Arbeiten, die dich von anderen unterscheiden, etwa Restaurierung alter Kästen, Sonderformen in Dachschrägen oder Innenausbau für Gastronomie und Ordinationen.

Zu jedem Stück gehören drei Angaben: Holzart und Oberfläche, der Raum und ungefähr, in welcher Größenordnung so etwas liegt. Genau diese dritte Angabe fehlt auf fast jeder Tischlerseite, und genau sie entscheidet darüber, ob jemand anruft oder weiterscrollt.

Detailfotos wirken dabei stärker als Gesamtansichten. Eine sauber gefräste Griffleiste, ein Gehrungsstoß, eine Schublade mit Fingerzinken. Das versteht auch jemand, der nichts von Holz versteht.

Womit die Leute wirklich suchen

Kaum jemand tippt Tischlerei und den Ortsnamen ein. Gesucht wird nach Einbauschrank Dachschräge, Küche nach Maß Tischler, Massivholztisch auf Bestellung, Vorzimmer einrichten lassen oder alte Kastentüren aufarbeiten. Für jede dieser Aufgaben kann eine kurze Seite stehen, mit zwei Bildern, dem Ablauf und einer Preisspanne.

Dazu kommt ein Thema, das viele Tischlereien unterschätzen: Reparatur und Anpassung. Türen kürzen, Fenster nachjustieren, ein Möbel nach einem Umzug anpassen. Das sind kleine Aufträge, aber es sind die, mit denen neue Kunden zum ersten Mal in deine Werkstatt kommen.

Die Anfrage soll dir das Aufmaß vorbereiten

Ein Anfrageformular für eine Tischlerei fragt nach Raum, ungefähren Maßen, gewünschter Holzart und danach, wann es fertig sein soll. Dazu ein Feld für Fotos und eines für eine Skizze. Eine abfotografierte Handskizze auf kariertem Papier ist dabei oft die brauchbarste Information, die du bekommen kannst.

Wenn schon in der Anfrage steht, dass es eine Nische mit 2,40 Meter Höhe und einer Dachschräge ist, kannst du vor dem ersten Telefonat entscheiden, ob du hinfährst. Das spart dir die Fahrten, die sich am Ende nicht rechnen.

Bewertungen kommen mit dem fertigen Stück

Wer einen Tischler sucht, sieht am Handy zuerst die Karte mit ein paar Werkstätten und die Zeile darunter: Note und Zahl der Bewertungen. Erst dann schaut er sich Bilder an.

Gefragt wird nach der Montage, wenn die Küche steht oder der Schrank eingebaut ist. Das ist der Moment, in dem der Kunde zufrieden ist und es gern sagt. Ein Satz von dir, eine Karte mit QR-Code, der Link in der Mail mit der Schlussrechnung.

Am meisten bringt eine Bewertung, in der das Stück genannt wird: Einbauschrank in der Dachschräge, Küche nach Maß, Treppe. Wer genau das sucht, liest diese Wörter. Du darfst bitten, das dazuzuschreiben. Den Text gibst du nicht vor.

Was nicht geht: kein Nachlass, keine Gratis-Kleinigkeit, kein Gewinnspiel für eine Bewertung. Googles Richtlinie für nutzergenerierte Inhalte sagt wörtlich "Fake engagement is not allowed and will be removed" und verbietet ausdrücklich, Zahlungen, Rabatte oder Gratisleistungen im Austausch für eine Bewertung anzubieten (abgerufen am 16.10.2026).

Fotos beim Kunden zu Hause nur mit seinem Einverständnis. Beantworte jede Bewertung kurz und sachlich, auch die über die Lieferzeit. Wie Bilder, Bewertungen und Anfrage zusammenspielen, steht auf Webdesign in Baden.

Was das kostet

890 €Firmenwebsite
1.390 €Mit Onlineshop
19 €Hosting im Monat
100 %Gehört dir, ohne Abo

Eine Firmenwebsite mit Arbeitsgalerie, Leistungsseiten und Anfrageformular mit Foto und Skizzenupload beginnt bei 890 Euro netto. Wenn du fertige Kleinmöbel oder Zuschnitte auch direkt verkaufen willst, ist es ein Onlineshop ab 1.390 Euro netto. Der Festpreis steht vor dem Start im Angebot.

Häufige Fragen

Was gehört bei uns ins Impressum, und braucht es eine Datenschutzerklärung?

Beides machen wir mit, passend zu eurem Beruf. Neben Name, Anschrift und E-Mail gehören für euch hinein: die UID-Nummer, falls ihr eine habt, die Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer, die zuständige Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) und ein Link zur Gewerbeordnung. Als e.U. oder GmbH kommen Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht dazu. Den Link zur EU-Streitbeilegungsplattform gibt es seit Juli 2025 nicht mehr, er kommt raus. Die verbindliche rechtliche Beurteilung bleibt bei euch, eurer Kammer oder einem Anwalt.

Soll ich wirklich Lieferzeiten hinschreiben?

Ja, als Spanne und mit der Begründung daneben. Die Leute rechnen ohnehin mit Wartezeit beim Tischler. Was sie vertreibt, ist die Unsicherheit, nicht die Dauer.

Und Preise?

Eine Größenordnung pro Arbeit reicht, etwa ab welchem Betrag ein Einbauschrank in einer normalen Nische beginnt. Damit verlierst du die Anfragen, die ohnehin beim Möbelhaus gelandet wären, und gewinnst Zeit.

Lohnt sich ein Onlineshop für eine Tischlerei?

Für Einzelstücke nach Maß nicht. Für Dinge, die du ohnehin in Serie machst, etwa Schneidbretter, Hocker, Regalböden oder Zuschnitte, kann es sich rechnen. Das entscheidet man am Sortiment, nicht an der Technik.

Wie zeige ich Arbeiten, die in privaten Wohnungen stehen?

Mit Einverständnis, ohne Personen und ohne erkennbare Adresse. Bei Küchen und Einbauten reicht meist der Ausschnitt, auf dem man das Möbel sieht und sonst nichts.

Zeig mir drei Stücke, auf die du stolz bist

Daran sehe ich, wie die Seite gegliedert gehört. Innerhalb von 24 Stunden bekommst du eine Einschätzung und einen Festpreis.