Die erste Frostnacht bestimmt deinen ganzen Oktober
Zwei Wochen im Frühjahr und zwei Wochen im Herbst entscheiden über das halbe Jahr. In diesen Wochen läutet das Telefon, während du an der Wuchtmaschine stehst, und jeder Anrufer will dasselbe wissen. Habt ihr am Samstag noch was frei.
- Der Terminkalender vergibt echte Zeitfenster, auch um 22 Uhr, wenn der Wetterbericht Schnee ansagt.
- Depotpreis, Montagepreis und was ein mitgebrachter Reifen kostet, stehen offen auf der Seite.
- Wer eingelagert hat, bekommt vor der Saison eine Nachricht mit zwei freien Terminen.
Beim Montagepartner ist nur der Einstieg gratis
Die großen Reifen-Onlinehändler führen eigene Montagepartnernetze. Delticom, der Betreiber von ReifenDirekt, hat schon in einer Mitteilung aus dem Jahr 2011 mehr als 30.000 Montagewerkstätten in 41 Ländern gemeldet, davon über 660 in Österreich. Die Anmeldung kostet nichts, Bedingungen an die Kooperation gibt es laut Händler keine, und der Kunde zahlt die Montage direkt bei dir. Klingt nach einem Geschenk.
Bezahlt hast du trotzdem. Die Spanne auf den Reifen ist weg, den Preis hat der Händler gemacht, und im nächsten Frühjahr bestellt derselbe Kunde wieder dort, weil seine Größe im Konto hinterlegt ist. Dir bleibt die Arbeitszeit in der lautesten Woche des Jahres.
Auf deiner eigenen Seite gehört dir beides. Der Reifenpreis und der Termin. Und der Kunde, der das nächste Mal nicht mehr sucht, sondern direkt bucht.
Das Depot ist das ruhigste Geschäft, das du hast
Wer bei dir einlagert, kommt zweimal im Jahr wieder, ohne dass du etwas dafür tun musst. Nur weiß kaum jemand, was das kostet. Eine Erhebung von hukendu unter rund 150 Wiener Betrieben aus dem Jahr 2018 zeigt, wie weit die Preise auseinanderliegen. Der Radwechsel lag im Schnitt bei 24,70 Euro und reichte von 14 bis 36 Euro, die Einlagerung für sechs Monate lag im Schnitt bei 37 Euro und reichte von 20 bis 75 Euro.
Bei so einer Spanne ist der Preis auf der Seite kein Risiko, sondern eine Entlastung. Wer 20 Euro sucht, ruft bei dir gar nicht erst an. Wer Platz in einem trockenen, versperrten Raum mit Waschen und Kontrolle will, sieht sofort, wofür die 60 Euro sind.
Die Saison steht im Gesetz, also plane danach
In Österreich gilt die situative Winterausrüstungspflicht für Pkw von 1. November bis 15. April. Sie greift bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen, verlangt bei Winterreifen mindestens vier Millimeter Profiltiefe und kostet bei einer Kontrolle ohne passende Bereifung rund 100 Euro Strafe. Diese beiden Daten sind dein Kalender.
Für die Seite heißt das ganz konkret. Ende September steht oben, ab wann Termine frei sind, und der Kalender ist offen. Mitte April dasselbe in die andere Richtung. Wer im Depot ist, bekommt zwei Wochen vor dem Ansturm eine kurze Mail mit freien Terminen und bucht, bevor der Rest überhaupt an Reifen denkt. Damit verteilst du die Spitze auf vier Wochen statt auf zehn Tage.
Ein Buchungssystem, das die Bühne kennt
Ein Radwechsel mit fertigen Kompletträdern dauert anders lang als ein Reifenwechsel auf der Felge mit Wuchten und RDKS-Anlernen. Ein brauchbarer Kalender fragt deshalb zuerst, was ansteht, und vergibt dann das passende Zeitfenster auf der passenden Hebebühne. Dazu Kennzeichen, Reifengröße und die Frage, ob die Räder im Depot liegen.
Für Aufner Sportwagen habe ich so ein System gebaut, mit echten Zeitfenstern und ohne Fremdanbieter dazwischen. Die Buchungen landen im Betrieb, nicht auf einer Plattform, und die Daten gehören dem Betrieb.
Was das kostet
Eine Firmenwebsite mit Leistungsseiten, Depotpreisen und Anfrageformular beginnt bei 890 Euro netto. Willst du echte Zeitfenster vergeben und die Saison damit entzerren, ist das die Variante mit eigenem Buchungssystem ab 1.990 Euro netto. Der Festpreis steht im Angebot, bevor ich anfange. Hosting kostet 19 Euro im Monat, mit Betreuung 49 Euro.
Häufige Fragen
Was gehört bei uns ins Impressum, und braucht es eine Datenschutzerklärung?
Beides machen wir mit, passend zu eurem Beruf. Neben Name, Anschrift und E-Mail gehören für euch hinein: die UID-Nummer, falls ihr eine habt, die Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer, die zuständige Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) und ein Link zur Gewerbeordnung. Als e.U. oder GmbH kommen Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht dazu. Den Link zur EU-Streitbeilegungsplattform gibt es seit Juli 2025 nicht mehr, er kommt raus. Die verbindliche rechtliche Beurteilung bleibt bei euch, eurer Kammer oder einem Anwalt.
Nehme ich Kunden an, die ihre Reifen selbst mitbringen?
Das entscheidest du, aber schreib die Antwort auf die Seite. Steht dort ein eigener Montagepreis für mitgebrachte Reifen, ersparst du dir die Diskussion in der Werkstatt. Steht dort, dass du nur montierst, was du verkaufst, ruft dieser Kunde gar nicht an.
Wie viele Termine kann ich in der Spitzenwoche vergeben?
So viele, wie du Bühnen und Leute hast. Genau das ist der Vorteil eines eigenen Kalenders. Er kennt deine Arbeitsplätze und deine Dauer je Leistung und lässt keinen Termin zu, den du nicht schaffst. Ein Anrufer schätzt das falsch ein, der Kalender nicht.
Brauche ich einen Onlineshop für Reifen?
Gegen die großen Onlinehändler gewinnst du über den Preis nicht. Sinnvoller ist eine Seite je gängiger Größe mit deinem Montagepreis und dem Hinweis, dass du bestellst und am selben Termin montierst. Wer einen Shop will, liegt bei 1.390 Euro netto, aber für die meisten Betriebe reicht die Firmenwebsite.
Was bringt mir die Einlagerungsliste auf der Website?
Der Kunde sieht nach dem Einlagern, welche Räder von ihm bei dir liegen, mit Größe, Profiltiefe und Datum. Das spart dir im Frühjahr die Rückfragen und du hast zugleich einen Grund, ihn vor der Saison anzuschreiben.
Sag mir, wie viele Radwechsel du in der Spitzenwoche schaffst
Daraus ergibt sich, wie der Kalender aufgebaut sein muss, damit die Saison planbar wird. Innerhalb von 24 Stunden bekommst du eine Einschätzung und einen Festpreis.