Eine Ordinationsseite, die die Fragen vor dem Anruf beantwortet
Zwischen acht und neun läutet das Telefon durchgehend, während die Assistenz am Stuhl gebraucht wird. Die meisten Anrufe drehen sich um dieselben vier Dinge: Kassenvertrag, Ordinationszeiten, Anfahrt und ob heute noch etwas frei ist. Stehen die Antworten auf der Seite, bleibt am Telefon Platz für die Fälle, bei denen es wirklich um etwas geht.
- Kassenvertrag, Ordinationszeiten und Anfahrt stehen dort, wo sie gesucht werden.
- Terminvergabe auf eurem eigenen Kalender statt Monatsgebühr an ein Portal.
- Sachliche Sprache ohne Versprechen, den Text gebt ihr vor der Veröffentlichung frei.
Was ein Eintrag in einem Arztportal im Jahr kostet
In Österreich führt der Weg vieler Patienten über DocFinder. Der Grundeintrag ist kostenlos, sichtbar wird man über die Premiumstufen. Die kosten 99 Euro im Monat für die kleine Variante mit einer Leistung und einem Suchbegriff, 199 Euro für fünf und 299 Euro für das Paket mit bis zu fünfzehn Leistungen samt Pflege durch den Anbieter. Bei Jahreszahlung gibt es fünf Prozent Nachlass.
Auf zwölf Monate gerechnet liegt allein die mittlere Stufe bei rund 2.400 Euro. Dafür bekommt ihr ein besser gereihtes Profil auf einer fremden Seite, die daneben auch alle anderen Ordinationen im Bezirk zeigt. Eine eigene Website kostet einmalig ungefähr so viel und gehört danach euch.
Das ist kein Grund, ein Portal sofort zu kündigen. Es ist ein Grund, nicht ausschließlich dort zu stehen. Wer euren Namen von einem Bekannten gehört hat, sucht diesen Namen, und dann sollte etwas Eigenes erscheinen.
Die Angaben, nach denen tatsächlich gesucht wird
An erster Stelle steht die Frage nach dem Kassenvertrag. Ob ihr Kassenordination oder Wahlarztordination seid und mit welchen Kassen ihr abrechnet, gehört gut sichtbar auf die Startseite, nicht versteckt im Impressum. Danach kommen Ordinationszeiten samt Sommer und Feiertagen, die Anfahrt mit Parkmöglichkeit und öffentlicher Verbindung, und ob es einen Lift gibt.
Dann die Leistungen, sachlich aufgezählt und je mit einer eigenen Unterseite: Mundhygiene, Prophylaxe bei Kindern, Kieferorthopädie, Implantate, Zahnersatz. Menschen suchen nach der Leistung und dem Ort, nicht nach dem Wort Zahnarzt allein. Was eine Leistung kostet und was die Kasse trägt, könnt ihr in einer ruhigen Zeile anführen, ohne Angebot und ohne Vergleich.
Und schließlich das, was jede Ordination mit Schmerzpatienten kennt: ein klar benanntes Zeitfenster für akute Fälle am Vormittag. Wer das findet, ruft zur richtigen Zeit an statt dreimal vergeblich.
Terminvergabe ohne Monatsgebühr je Behandler
Ihr müsst nicht alles online buchbar machen. Viele Ordinationen geben nur Mundhygiene und Kontrolltermine frei und lassen alles andere anfragen. Das nimmt schon einen großen Teil der Anrufe weg, ohne dass die Planung aus der Hand gegeben wird.
Technisch liegt der Kalender bei euch. Je Behandler ein eigener Plan, je Terminart eine eigene Dauer, Erinnerung per E-Mail, Absage über einen Link in der Bestätigung. Es gibt keine Gebühr, die mit jedem neuen Behandler steigt.
Bewertungen und die Verschwiegenheitspflicht
Wer einen neuen Zahnarzt sucht, schaut zuerst auf die Karte am Handy: Note, Zahl der Bewertungen, Öffnungszeiten, ob Kassen. Erst dann klickt er auf eure Seite oder auf ein Arztportal.
Gefragt wird nach einer abgeschlossenen Behandlung, nicht nach der Spritze. Eine kleine Karte mit QR-Code an der Anmeldung und ein Satz am Ende reichen. Niemand muss schreiben, was gemacht wurde. "Freundlich, pünktlich, gut erklärt" hilft der nächsten Patientin genauso.
Beim Antworten gilt die ärztliche Verschwiegenheitspflicht. Bestätigt in einer Antwort nie, dass jemand bei euch Patientin ist, und geht nicht auf Behandlung, Befund oder Rechnung ein, auch wenn die Person es selbst schreibt. Ein kurzer Dank oder das Angebot, das Anliegen telefonisch zu klären, reicht.
Was nicht geht: keine Gratis-Mundhygiene, kein Rabatt, kein Gutschein für eine Bewertung. Googles Richtlinie für nutzergenerierte Inhalte sagt wörtlich "Fake engagement is not allowed and will be removed" und verbietet ausdrücklich, Zahlungen, Rabatte oder Gratisleistungen im Austausch für eine Bewertung anzubieten (abgerufen am 16.10.2026).
Eine ruhig beantwortete Kritik wirkt auf neue Patienten verlässlicher als lauter beste Noten ohne Text. Wie Profil und Website im Bezirk zusammenspielen, steht auf Webdesign in Mödling.
Preis und laufende Kosten
Eine Ordinationswebsite mit eigener Terminvergabe beginnt bei 1.990 Euro netto. Reicht euch eine Website ohne Kalender, liegt der Einstieg bei 890 Euro netto. Hosting 19 Euro im Monat, mit Betreuung 49 Euro.
Der Festpreis steht im Angebot, bevor gebaut wird. Auf eine Anfrage antworte ich innerhalb von 24 Stunden.
Patientendaten und Tonfall
Termindaten einer Ordination sind Gesundheitsdaten. Bei einem eigenen System liegen sie auf einem Hosting, das auf die Ordination läuft, und dazu gehört ein Auftragsverarbeitungsvertrag zwischen uns. Eingerichtet wird das Hosting bei mittwald in Deutschland, in einem nach ISO/IEC 27001 zertifizierten Rechenzentrum. Die rechtliche Beurteilung bleibt bei euch und eurer Kammer, ich gebe keine Rechtsberatung.
Beim Text halte ich mich zurück. Keine Erfolgsversprechen, keine Aussagen über Behandlungsergebnisse, kein Vergleich mit anderen Ordinationen. Beschrieben wird, was ihr anbietet und wie der Ablauf ist. Jeden Text bekommt ihr vor der Veröffentlichung zur Freigabe.
Häufige Fragen
Was gehört bei uns ins Impressum, und braucht es eine Datenschutzerklärung?
Beides machen wir mit, passend zu eurem Beruf. Neben Name, Anschrift und E-Mail gehören für euch hinein: die Österreichische Zahnärztekammer, eure Berufsbezeichnung samt dem Staat, in dem sie verliehen wurde, und ein Link zum Zahnärztegesetz. Wirtschaftskammer, Gewerbebehörde und Gewerbeordnung gehören bei euch nicht hinein, UID und Firmenbuch nur, wenn es sie gibt, etwa bei einer Gruppenpraxis. Den Link zur EU-Streitbeilegungsplattform gibt es seit Juli 2025 nicht mehr, er kommt raus. Die verbindliche rechtliche Beurteilung bleibt bei euch, eurer Kammer oder einem Anwalt.
Müssen wir Termine online freigeben?
Nein. Ihr entscheidet je Terminart. Viele Ordinationen geben nur Mundhygiene und Kontrollen frei und lassen den Rest nur anfragen, damit die Planung in der Ordination bleibt.
Dürfen Vorher-Nachher-Bilder auf die Seite?
Das ist eine Frage, die ihr mit eurer Kammer klärt, nicht ich. Ich baue die Seite so, dass ihr solche Inhalte jederzeit ergänzen oder entfernen könnt, und schlage sie von mir aus nicht vor.
Ersetzt das unsere Ordinationssoftware?
Nein. Kartei, Abrechnung und Dokumentation bleiben dort. Ersetzt wird nur der öffentliche Auftritt und die Terminvergabe nach außen.
Wir haben mehrere Behandler. Wird es dadurch teurer?
Nein. Der Preis richtet sich nach dem Umfang der Seite, nicht nach der Anzahl der Personen. Jeder Behandler bekommt trotzdem einen eigenen Kalender.
Schreibt mir kurz, wie eure Ordination arbeitet
Wie viele Behandler, welche Terminarten und ob ihr Termine online freigeben wollt. Ihr bekommt innerhalb von 24 Stunden eine Einschätzung mit Festpreis.