Für Fleischer und Direktvermarkter

Freitagmittag vor dem langen Wochenende

Der Laden ist voll, am Telefon fragt jemand, ob das große Grillpaket noch da ist, und du hast beide Hände am Knochen. Vier solche Anrufe am Vormittag sind vier verlorene Bestellungen, obwohl die Ware im Kühlraum liegt und nur jemand bestellen müsste.

Vorbestellung statt Rückruf · ab 1.390 € netto · Antwort in 24 Stunden

Kurz gesagt
  • Grillpakete stehen mit Gewicht, Inhalt und Preis online und werden mit Abholtag vorbestellt.
  • Die Selbstbedienungshütte bekommt eine eigene Seite mit Adresse, Bezahlart und was gerade drin ist.
  • Herkunft der Tiere, Schlachttag und Liefergebiet stehen dort, wo danach gefragt wird.

Der Verkauf ab Hof ist kein Nebengeschäft mehr

Eine Studie von KeyQUEST für Gutes vom Bauernhof zeigt, wie groß dieser Weg geworden ist. 29 Prozent der österreichischen Betriebe vermarkten direkt, 84 Prozent davon ab Hof. Im Schnitt stammen 36 Prozent des Betriebseinkommens aus der Direktvermarktung, bei jedem vierten Betrieb ist es mehr als die Hälfte. Mehr als ein Viertel der Hofläden arbeitet inzwischen mit Selbstbedienung, 16 Prozent rein und 12 Prozent gemischt, und eigene Onlineshops haben gegenüber 2022 zugelegt.

Im Fleischergewerbe läuft die Entwicklung parallel. Die Wirtschaftskammer zählte 2023 noch 911 Betriebe gegenüber 1.301 im Jahr 2011, davon 623 mit Angestellten. Die Beschäftigtenzahl ist im selben Zeitraum von 11.671 auf 14.239 gestiegen. Es gibt also weniger, aber größere Betriebe, und wer bleibt, verkauft mehr direkt.

Beide Zahlenreihen sagen dasselbe. Der Weg vom Betrieb zum Kunden wird kürzer, und die Seite, auf der dieser Weg beginnt, gehört dir und keinem Vermittler.

Das Grillpaket ist ein Produkt, also beschreib es wie eines

Ein Paket für sechs Personen mit 1,2 Kilo Steak, vier Paar Bratwürsteln, einem halben Kilo Bauchfleisch und einem Glas Aufstrich um einen fixen Preis ist etwas, das man bestellen kann, ohne anzurufen. Eine Zeile mit Grillpakete auf Anfrage ist es nicht. Gewicht, Inhalt, Preis, für wie viele Personen und ab wann es vorbestellt werden muss, das sind fünf Angaben und sie entscheiden über die Bestellung.

Dasselbe gilt für das Viertel Rind, die Bio-Schweinehälfte, die Jause für den Betriebsausflug und die Wurstplatte für die Familienfeier. Wer hier mit fertigen Paketen arbeitet, verkauft Ware, die sonst im Kühlraum wartet, und plant seine Woche besser.

Die SB-Hütte braucht eine Seite, die nachts funktioniert

Wer um halb zehn abends vor deinem Automaten oder deiner Hütte steht, hat vorher am Handy geschaut, ob das Kommen einen Sinn hat. Also gehört auf diese Seite die Adresse mit Kartenpunkt, wann geöffnet ist, wie bezahlt wird, also Karte, Bargeld oder beides, und eine kurze Liste, was üblicherweise drin ist.

Wenn du das Angebot am Abend kurz aktualisieren kannst, umso besser. Ein Satz wie Heute noch Faschiertes und Rohschinken, Steaks sind aus, kostet dich zwanzig Sekunden und erspart einem Kunden eine umsonst gefahrene Runde. Genau diese kleinen Sachen machen aus einem Gelegenheitskäufer einen Stammkunden.

Liefern heißt Kühlkette, und die muss erklärt sein

Wenn du zustellst oder versendest, braucht der Kunde drei Antworten, bevor er bestellt. In welches Gebiet lieferst du, an welchen Tagen, und wie kommt die Ware gekühlt an. Dazu der Mindestbestellwert und die Frage, ob er zu Hause sein muss. Fehlt eine dieser Antworten, bricht die Bestellung ab.

Bezahlen soll dann online möglich sein, sonst telefonierst du beim Liefern Beträgen nach. Ich betreibe mit Clovie selbst einen Onlineshop auf eigene Rechnung, mit eigenem Geld und eigenen Retouren. Wie ein Bestellvorgang aussehen muss, damit er im Alltag nicht zur zweiten Arbeit wird, weiß ich daher nicht aus einem Handbuch.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zu deinen Waren gehören auf die Seite. Du weißt als Betrieb, was bei dir dazugehört, und wir bauen die Produkte so auf, dass diese Angaben ihren festen Platz haben.

Was das kostet

1.390 €Onlineshop
890 €Firmenwebsite
19 €Hosting im Monat
100 %Gehört dir, ohne Abo

Ein Shop mit Produkten, Paketen, Vorbestellung, Abholtag und Bezahlung beginnt bei 1.390 Euro netto. Wenn du nur zeigen und Bestellungen per Formular annehmen willst, reicht die Firmenwebsite ab 890 Euro netto. Der Festpreis steht im Angebot, bevor ich anfange. Hosting kostet 19 Euro im Monat, mit Betreuung 49 Euro.

Häufige Fragen

Was gehört bei uns ins Impressum, und braucht es eine Datenschutzerklärung?

Beides machen wir mit, passend zu eurem Beruf. Neben Name, Anschrift und E-Mail gehören für euch hinein: die UID-Nummer, falls ihr eine habt, die Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer, die zuständige Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) und ein Link zur Gewerbeordnung. Als e.U. oder GmbH kommen Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht dazu. Den Link zur EU-Streitbeilegungsplattform gibt es seit Juli 2025 nicht mehr, er kommt raus. Die verbindliche rechtliche Beurteilung bleibt bei euch, eurer Kammer oder einem Anwalt.

Wie verkaufe ich Ware, die nach Gewicht abgerechnet wird?

Zwei Wege funktionieren. Entweder du legst fixe Portionen fest, etwa vier Steaks zu je 250 Gramm, oder du arbeitest mit einem Richtgewicht und rechnest bei der Abholung genau ab. Beides lässt sich sauber abbilden, wichtig ist nur, dass vorher klar dasteht, welcher Weg gilt.

Was mache ich mit dem Viertel Rind, das erst geschlachtet werden muss?

Das ist eine Vorbestellung mit Termin, kein Lagerverkauf. Auf der Seite steht der nächste Schlachttermin, bis wann man sich anmelden kann und wann abgeholt wird. Eine Anzahlung ist möglich, wenn du sie brauchst, damit dir niemand abspringt.

Lohnt sich Versand bei Frischware überhaupt?

Das hängt an deiner Verpackung und deinem Zusteller, nicht an der Website. Wenn du es heute schon machst, bildet der Shop es ab. Wenn nicht, fang mit Abholung und Zustellung in der Umgebung an, das ist der Teil, der sich am schnellsten rechnet.

Wie zeige ich die Herkunft, ohne eine ganze Broschüre zu schreiben?

Mit zwei Sätzen pro Lieferant und einem Foto vom Hof. Name des Betriebs, Ort, was von dort kommt. Das liest man in zehn Sekunden und es beantwortet die Frage, die im Laden ohnehin jeder Zweite stellt.

Schick mir deine Preisliste und deine Pakete

Daraus sieht man, was sich als Vorbestellung eignet und was besser im Laden bleibt. Innerhalb von 24 Stunden bekommst du eine Einschätzung und einen Festpreis.